Schlafstörungen – insbesondere die Insomnie – bezeichnen anhaltende Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen oder ein frühmorgendliches Erwachen mit eingeschränkter Erholungsfähigkeit.
Von einer behandlungsbedürftigen Insomnie spricht man, wenn die Beschwerden über mehrere Wochen bestehen und mit einer deutlichen Beeinträchtigung im Alltag einhergehen – z. B. durch Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Stimmungsschwankungen.
Schlaf ist ein zentraler Regenerationsfaktor für Körper und Psyche. Chronische Schlafstörungen erhöhen das Risiko für Depressionen, Angststörungen und körperliche Erkrankungen.
Symptome
Nächtliche Symptome:
Einschlafschwierigkeiten
Häufiges nächtliches Erwachen
Frühes Erwachen ohne Wiedereinschlafen
Unruhiger, nicht erholsamer Schlaf
Tagsüber:
Müdigkeit und Erschöpfung
Konzentrationsprobleme
Reizbarkeit
Leistungsabfall
Erhöhte Stressanfälligkeit
Oft entsteht ein Kreislauf aus Sorge um den Schlaf („Schlafdruck“) und zunehmender innerer Anspannung.
Formen
Akute Insomnie (kurzzeitig, z. B. stressbedingt)
Chronische Insomnie (länger als 3 Monate)
Psychophysiologische Insomnie (erlernte Schlafstörung mit Grübeln im Bett)
Schlafstörungen im Rahmen anderer Erkrankungen (z. B. Depression, Angst, Schmerz)
Eine differenzierte Diagnostik ist wichtig, um Ursachen gezielt zu behandeln.
Ursachen
Schlafstörungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Psychische Belastungen und Stress
Grübeln und innere Anspannung
Unregelmäßiger Schlafrhythmus
Übermäßiger Medienkonsum am Abend
Körperliche Erkrankungen
Substanzkonsum (z. B. Alkohol, Koffein)
Häufig entwickelt sich eine „Angst vor der Schlaflosigkeit“, die die Problematik zusätzlich verstärkt.