Depressionen sind häufige und ernstzunehmende psychische Erkrankungen, die weit über vorübergehende Niedergeschlagenheit hinausgehen. Sie beeinflussen Denken, Fühlen, Verhalten und körperliches Erleben.

Charakteristisch sind anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust und verminderter Antrieb. Die Erkrankung kann in Episoden auftreten und unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von leicht bis schwer.

Depressionen sind behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose deutlich.

Symptome

Die Symptomatik zeigt sich auf mehreren Ebenen:

Emotionale Symptome:

  • Anhaltende Traurigkeit oder innere Leere

  • Interessen- und Freudverlust

  • Hoffnungslosigkeit

  • Schuld- oder Wertlosigkeitsgefühle

Kognitive Symptome:

  • Konzentrationsstörungen

  • Grübeln

  • Entscheidungsunfähigkeit

  • Negative Zukunftsperspektiven

Körperliche Symptome:

  • Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafprobleme)

  • Appetitveränderungen

  • Erschöpfung

  • Verminderter Antrieb

In schweren Fällen können Suizidgedanken auftreten, die immer ernst genommen werden müssen.

Formen

  • Leichte, mittelgradige oder schwere depressive Episode

  • Rezidivierende depressive Störung

  • Dysthymie (chronisch depressive Verstimmung)

  • Saisonal abhängige Depression (Winterdepression)

  • Postpartale Depression

Die genaue Einordnung ist für die Behandlungsplanung entscheidend.

Ursachen

Depressionen entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

  • Biologische Faktoren (Neurotransmitter-Veränderungen, genetische Prädisposition)

  • Psychologische Faktoren (negative Denkmuster, frühe Beziehungserfahrungen)

  • Belastende Lebensereignisse (Verlust, chronischer Stress)

  • Körperliche Erkrankungen

Häufig wirken mehrere Einflussfaktoren gleichzeitig