Psychosen sind schwere psychische Erkrankungen, bei denen die Wahrnehmung der Realität vorübergehend oder längerfristig verändert ist. Betroffene können Schwierigkeiten haben, zwischen innerem Erleben und äußerer Wirklichkeit zu unterscheiden.
Die Schizophrenie ist eine der bekanntesten Formen psychotischer Erkrankungen. Sie verläuft meist episodisch und kann mit akuten psychotischen Phasen sowie stabileren Intervallen einhergehen.
Wichtig ist: Psychosen sind behandelbar. Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie verbessern die Prognose erheblich.
Symptome
Die Symptomatik wird häufig in Positiv- und Negativsymptome unterteilt:
Positivsymptome (hinzutretende Symptome):
Wahnvorstellungen (z. B. Verfolgungs- oder Beziehungswahn)
Halluzinationen (z. B. Stimmenhören)
Formale Denkstörungen
Desorganisiertes Verhalten
Negativsymptome (verminderte Funktionen):
Antriebsmangel
Sozialer Rückzug
Verminderte Gefühlsäußerung
Sprachverarmung
Zusätzlich können Konzentrations- und Gedächtnisprobleme auftreten.
Formen
Schizophrenie
Schizoaffektive Störung
Akute vorübergehende psychotische Störung
Wahnhafte Störung
Substanzinduzierte Psychosen
Die genaue Differenzierung ist für die Therapieplanung entscheidend.
Ursachen
Die Entstehung psychotischer Erkrankungen ist multifaktoriell:
Genetische Prädisposition
Neurobiologische Veränderungen (z. B. Dopamin-Dysregulation)
Psychosoziale Belastungsfaktoren
Substanzkonsum (z. B. Cannabis)
Stress und Schlafmangel
Meist wirkt ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.