Demenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, die mit einem fortschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten einhergehen. Dazu gehören Gedächtnis, Denken, Orientierung, Sprache und Alltagskompetenz.
Die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung, eine neurodegenerative Erkrankung, die meist schleichend beginnt und sich über Jahre entwickelt.
Demenz betrifft nicht nur die betroffene Person, sondern stellt auch für Angehörige eine erhebliche emotionale und organisatorische Herausforderung dar. Eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht gezielte therapeutische und unterstützende Maßnahmen.
Symptome
Die Beschwerden entwickeln sich meist langsam und nehmen im Verlauf zu.
Frühsymptome:
Vergesslichkeit (v. a. Kurzzeitgedächtnis)
Wortfindungsstörungen
Nachlassen der Konzentration
Orientierungsprobleme in ungewohnter Umgebung
Fortgeschrittene Symptome:
Deutliche Gedächtnislücken
Schwierigkeiten bei Alltagsaufgaben
Persönlichkeitsveränderungen
Unruhe oder Stimmungsschwankungen
Verlust der Selbstständigkeit
Nicht jede Vergesslichkeit ist eine Demenz – eine fachärztliche Abklärung ist entscheidend.
Formen
Alzheimer-Demenz (häufigste Form)
Vaskuläre Demenz (durch Durchblutungsstörungen des Gehirns)
Lewy-Körper-Demenz
Frontotemporale Demenz
Eine genaue Differenzierung ist für Therapie und Verlaufseinschätzung wichtig.
Ursachen
Je nach Demenzform unterscheiden sich die Ursachen:
Neurodegenerative Prozesse (z. B. Eiweißablagerungen bei Alzheimer)
Durchblutungsstörungen des Gehirns
Genetische Faktoren
Selten: Stoffwechsel- oder Vitaminmangelzustände
Risikofaktoren sind u. a. höheres Lebensalter, Gefäßerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Bewegungsmangel.