Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung
(ADHS)
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit
Spezialisierte Hilfe bei ADHS und deren Ursachen
ADHS beeinträchtigt weit mehr als nur den Alltag. Anhaltende Konzentrationsschwierigkeiten, innere Unruhe, Impulsivität sowie Probleme bei Organisation und Strukturierung können langfristig zu starkem Stress, Leistungseinbußen im beruflichen oder schulischen Umfeld und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen eine fundierte Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte, um die Ausprägungen Ihrer ADHS gezielt zu erkennen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Was ist ADHS?
ADHS ist keine reine Kinderkrankheit. Auch im Erwachsenenalter prägen Unaufmerksamkeit, Impulsivität und innere Unruhe das Leben vieler Betroffener. Sie ist durch eine veränderte Informationsverarbeitung zwischen verschiedenen Hirnarealen charakterisiert, wobei vor allem die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin eine zentrale Rolle spielen. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit zur Selbstregulation, Konzentration und Impulskontrolle.
Viele Erwachsene haben gelernt, ihre Symptome über Jahre hinweg zu kompensieren (“Masking”). Oft wird die Diagnose erst gestellt, wenn die Anforderungen im Beruf oder in der Familie so stark steigen, dass die eigenen Strategien nicht mehr ausreichen. Studien belegen, dass etwa 2,5 % bis 4,5 % aller Erwachsenen in Deutschland von ADHS betroffen sind.
Leben mit ADHS
Zwangsstörungen sollten ernst genommen werden, da sie mit folgenden Folgen verbunden sein können:
- Konzentrationsprobleme
- Vergesslichkeit
- Zeitmanagement-Schwierigkeiten
- Impulsives Verhalten
- Innere Unruhe
- Stressanfälligkeit
- Schwierigkeiten im Beruf/Studium
- Konflikte in Beziehungen
- Niedriges Selbstwertgefühl
- Erschöpfung durch Überforderung
Begleiterkrankungen bei ADHS
1. Depressionen und Angststörungen
Eine Depression kann sich bei ADHS-Patienten zudem durch eine tiefe emotionale Erschöpfung manifestieren, da die ständige Kompensation der Unaufmerksamkeit enorme mentale Kraft kostet. Gleichzeitig entwickeln viele Patienten ausgeprägte Angststörungen, insbesondere soziale Ängste oder eine generalisierte Versagensangst, aus Sorge, wichtige Details zu vergessen oder in sozialen Situationen impulsiv zu reagieren. In unserer Praxis in Hannover legen wir daher großen Wert auf eine differenzierte Diagnose, um diese Wechselwirkungen therapeutisch gezielt aufzulösen.
2. Burnout und Chronischer Stress
Erwachsene mit ADHS stehen oft unter permanenter Hochspannung, da die Filterung von Reizen im Gehirn erschwert ist. Um im Alltag zu bestehen, ist ein extrem hoher Energieaufwand nötig, der langfristig in chronischer Stress mündet und häufig ein Burnout-Syndrom auslöst. Diese tiefe Erschöpfung resultiert aus der ständigen Überforderung der exekutiven Funktionen. In unserer Praxis in Hannover unterstützen wir Sie dabei, diesen Teufelskreis durch gezielte Stressbewältigung und ADHS-spezifische Strategien zu durchbrechen.
3. Suchterkrankungen
Bei ADHS besteht ein erhöhtes Risiko für Suchterkrankungen, da viele Betroffene unbewusst versuchen, ihre Symptome durch „Selbstmedikation“ zu lindern. Ob Nikotin, Alkohol oder Cannabis – die Substanzen dienen oft dazu, das Gedankenkarussell zu stoppen oder die innere Unruhe zu dämpfen. Diese kurzfristige Entlastung führt jedoch schnell in eine Abhängigkeit, die die ADHS-Symptomatik langfristig verschlimmert. In unserer Praxis in Hannover integrieren wir diesen Aspekt sensibel in die Diagnostik und Therapie, um gemeinsam gesunde Wege der Impulskontrolle und Regulation zu finden.
4. Zwangsstörungen und Persönlichkeitsstörungen
ADHS geht häufig mit einer hohen emotionalen Sensibilität einher, die die Entstehung von Zwangsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen begünstigen kann. Während Zwänge oft als (unbewusster) Versuch dienen, das äußere Chaos zu strukturieren, überschneiden sich die Symptome der emotionalen Instabilität oft mit Persönlichkeitsmerkmalen. Eine präzise Differenzialdiagnose in unserer Praxis in Hannover ist hier entscheidend, um die richtige Behandlungsstrategie zu wählen und die oft feinen Unterschiede zwischen neurobiologischer Impulsivität und tiefgreifenden Persönlichkeitsstrukturen zu identifizieren.
Häufige Ursachen von ADHS
Genetische Faktoren
- Häufig familiär gehäuft
- Hohe Erblichkeit
- Genetische Veranlagung beeinflusst Neuroentwicklung
Neurobiologische Ursachen
- Veränderungen im Dopamin-Stoffwechsel
- Abweichungen in Hirnnetzwerken
- Unterschiedliche Aktivität im präfrontalen Kortex
Einfluss von Umweltfaktoren
- Frühkindlicher Stress
- Psychosoziale Belastungen im Umfeld
- Komplikationen in Schwangerschaft/Geburt
Typische Symptome von ADHS bei Erwachsenen
1. Unaufmerksamkeit und Konzentrationsprobleme
Betroffene lassen sich leicht ablenken, machen Flüchtigkeitsfehler und haben Schwierigkeiten, begonnene Aufgaben zu Ende zu führen. Das “Dranbleiben” an langweiligen oder repetitiven Tätigkeiten fällt extrem schwer.
2. Innere Unruhe und Hyperaktivität
Während Kinder oft körperlich herumrennen, äußert sich die Hyperaktivität bei Erwachsenen meist als quälende innere Unruhe, ständiges Fingertippen oder ein Getriebensein, das Entspannung fast unmöglich macht.
3. Impulsivität und emotionale Dysregulation
Plötzliche Wutausbrüche, vorschnelle Entscheidungen oder das Unterbrechen von Gesprächspartnern sind typisch. Emotionen werden oft intensiver erlebt und sind schwerer zu steuern.
4. Probleme in Beruf, Alltag & Beziehungen
Prokrastination, mangelndes Zeitmanagement und Vergesslichkeit führen zu chronischer Überforderung im Job. In Partnerschaft und Familie werden Betroffene oft als unzuverlässig wahrgenommen — obwohl ein neurologisches Defizit zugrunde liegt.
Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Sollten die Symptome länger als vier Wochen anhalten oder sich sogar verschlimmern, ist dies ein klares Signal, dass das Erlebte nicht eigenständig verarbeitet werden kann und eine professionelle Unterstützung notwendig ist.
Warten Sie nicht, bis die Symptome Ihre Lebensqualität massiv einschränken oder gar zu Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung führen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung, tiefe Hoffnungslosigkeit oder den Tod sind akute Warnsignale und erfordern sofortige professionelle Hilfe(Notfall).
Diagnostik & Behandlung
von ADHS in unserer Praxis
📋 Diagnostik
Ausführliches psychiatrisches Erstgespräch
Diagnostische Kriterien nach ICD-11
Fragebögen & Testverfahren
Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen
- Differenzialdiagnose zu Depression, Angststörung und Burnout
- Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
🩺 Behandlung
individuelle Therapieplanung
Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien
Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie
Medikamentöse Behandlung bei Bedarf
Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen
Kombinationstherapien
- Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
💻 Telemedizinische Praxis
Behandlung von zu Hause aus
Lange Wege zur Praxis, volle Wartezimmer und enge Termintaktung sind für Menschen mit Zwangsstörungen oft eine zusätzliche Hürde.
Unsere telemedizinische Praxis ermöglicht Diagnostik und Behandlung durch Videosprechstunden – flexibel, ortsunabhängig und ohne Wartelisten
🎥 Mehr über die Videosprechstunde erfahren
Sicher · Diskret · Von überall erreichbar
Selbsthilfe bei ADHS
- Feste Routinen entwickeln
- lare Tagespläne nutzen
- To-Do-Listen erstellen
- Große Aufgaben in kleine Schritte teilen
- Ablenkungen reduzieren
- Kurze Arbeitsintervalle nutzen
- Entspannungstechniken anwenden
- Familie und Freunde einbeziehen
Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.
Professionelle Hilfe suchen
Der erste Schritt ist der mutigste. Wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Klarheit, Struktur und Lebensqualität — vertraulich, kompetent und einfühlsam.
FAQ: Häufige Fragen zu ADHS
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um ADHS
Kann ADHS im Erwachsenenalter erstmals auftreten oder neu entstehen?
Nein. ADHS beginnt immer in der Kindheit — auch wenn die Diagnose erst spät gestellt wird. Im Erwachsenenalter werden die Symptome oft erst sichtbar, wenn die Anforderungen so steigen, dass die jahrelang antrainierten Kompensationsstrategien (“Masking”) nicht mehr ausreichen.
Wie wird ADHS sicher diagnostiziert?
Die sichere ADHS-Diagnose erfolgt durch eine ausführliche psychiatrische und psychologische Abklärung nach ICD-11/DSM-5-Kriterien. Dabei werden ein klinisches Gespräch, standardisierte Fragebögen, die Erhebung der Lebensgeschichte sowie ggf. Fremdanamnese (z. B. aus Kindheit oder von Angehörigen) kombiniert, um andere Ursachen auszuschließen und eine fundierte Diagnose zu stellen.
Wie lange dauert eine ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen?
Die Dauer der ADHS-Behandlung ist individuell unterschiedlich und hängt von der Schwere der Symptome sowie den persönlichen Lebensumständen ab. In vielen Fällen ist ADHS eine langfristige Begleitung, bei der Therapie und ggf. Medikamente über einen längeren Zeitraum angepasst und weitergeführt werden, um stabile Verbesserungen im Alltag zu erreichen.
Wird ADHS von der Krankenkasse übernommen?
Die Diagnose und Behandlung von ADHS werden in Deutschland in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen, sofern sie medizinisch notwendig sind. Dazu gehören psychiatrische Diagnostik, psychotherapeutische Behandlung sowie – je nach Indikation – auch medikamentöse Therapien, die von Fachärzten verordnet werden.