Schlafstörungen
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit
Spezialisierte Hilfe bei Schlafstörungen & deren Ursachen
Schlafstörungen beeinträchtigen weit mehr als nur die nächtliche Erholung. Ein- und Durchschlafprobleme, frühes Erwachen sowie nicht erholsamer Schlaf können langfristig zu Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen Schlafdiagnostik und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte, um die Ursachen Ihrer Schlafstörungen gezielt zu erkennen und Ihre Schlafqualität nachhaltig zu verbessern.
Was sind Schlafstörungen?
Schlafstörungen (Insomnie) sind anhaltende Probleme beim Ein- oder Durchschlafen, frühes Erwachen oder das Gefühl, morgens trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt zu sein. Sie zählen in Deutschland zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden und können zu Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und verminderter Leistungsfähigkeit führen.
Der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schlafstörungen
Akute Schlafstörungen treten häufig in belastenden Lebensphasen auf, etwa bei Stress, familiären Problemen oder beruflichen Sorgen, und dauern meist nur wenige Tage bis Wochen.
Von einer chronischen Schlafstörung spricht man, wenn die Beschwerden mindestens drei Nächte pro Woche über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten bestehen. Chronische Schlafstörungen können die psychische und körperliche Gesundheit erheblich beeinträchtigen und sollten fachärztlich behandelt werden.
Leben mit chronischen Schlafstörungen
Chronische Schlafstörungen sollten ernst genommen werden, da sie mit folgenden Folgen verbunden sein können:
- Erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen
- Verminderte Leistungsfähigkeit
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Erhöhte Reizbarkeit
- Mehr Fehler im Alltag und Beruf
- Höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Gleichzeitig entwickeln viele Menschen die Sorge, „nie wieder richtig schlafen zu können“, wodurch sich die Schlafprobleme zusätzlich verstärken. Mit einer gezielten Diagnostik und einer individuellen Behandlung lassen sich chronische Schlafstörungen in vielen Fällen deutlich verbessern. In Deutschland empfehlen die aktuellen evidenzbasierten S3-Leitlinien verschiedene wissenschaftlich fundierte Therapieansätze als zentrale Behandlungsoptionen für chronische Insomnie. Weitere Informationen sind in der offiziellen AWMF-S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ verfügbar: AWMF-S3-Leitlinie zur Insomnie.
Arten von Schlafstörungen
1. Ein- und Durchschlafstörungen
Ein- und Durchschlafstörungen gehören zu den häufigsten Formen von Schlafproblemen in Deutschland und äußern sich durch Schwierigkeiten beim Einschlafen oder häufiges nächtliches Erwachen. Betroffene fühlen sich morgens oft nicht erholt und tagsüber stark müde.
2. Frühes Erwachen
Beim frühen Erwachen wachen Betroffene deutlich vor der gewünschten Aufstehzeit auf und können nicht mehr einschlafen. Dieses Symptom tritt häufig im Zusammenhang mit Stress oder Depression auf.
3. Nicht erholsamer Schlaf
Nicht erholsamer Schlaf bedeutet, dass die Schlafdauer zwar ausreichend ist, aber keine ausreichende Erholung stattfindet. Häufig berichten Betroffene über Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und verminderte Leistungsfähigkeit am Tag.
4. Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen
Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen entstehen, wenn die innere Uhr aus dem Gleichgewicht gerät, etwa durch Schichtarbeit oder unregelmäßige Schlafzeiten. Dies führt zu Einschlafproblemen und starker Tagesmüdigkeit.
5. Schlafapnoe
Schlafapnoe ist eine körperliche Schlafstörung, bei der es zu Atemaussetzern während des Schlafs kommt. Typische Symptome sind lautes Schnarchen, unruhiger Schlaf und ausgeprägte Tagesmüdigkeit.
6. Restless-Legs-Syndrom (RLS)
Beim Restless-Legs-Syndrom kommt es zu unangenehmen Missempfindungen in den Beinen, die vor allem in Ruhe auftreten. Dies führt häufig zu Einschlafproblemen und stark gestörtem Schlaf.
7. Parasomnien (z. B. Schlafwandeln, Albträume)
Parasomnien umfassen ungewöhnliche Verhaltensweisen im Schlaf wie Schlafwandeln, Albträume oder nächtliches Aufschrecken. Sie können den Schlaf stark unterbrechen und die Schlafqualität deutlich beeinträchtigen.
Ursachen von Schlafstörungen
Psychische Ursachen
- Stress und Belastung
- Angststörungen
- Depressionen
- Burnout
- PTBS
Körperliche Ursachen
- Schmerzen
- Hormonelle Veränderungen
- Neurologische Erkrankungen
- Atemwegserkrankungen
Lebensstilbedingte
Ursachen
- Schichtarbeit
- Bewegungsmangel
- Koffein, Alkohol und Nikotin
- Bildschirmnutzung am Abend
Medikamentenbedingte
Schlafstörungen
Bestimmte Medikamente können
als Nebenwirkung Ein- und Durchschlafstörungen
verursachen.
Eine ärztliche Prüfung der Medikation ist wichtig,
um schlafstörende Wirkstoffe anzupassen
oder Alternativen zu finden.
Symptome von Schlafstörungen
1. Nächtliche Beschwerden
Betroffene leiden häufig unter langem Grübeln beim Einschlafen, wiederholtem Erwachen in der Nacht oder einem untypisch frühen Erwachen am Morgen, oft begleitet von innerer Unruhe.
2. Müdigkeit und Erschöpfung
Trotz ausreichender Zeit im Bett fühlen sich Patienten tagsüber geistig und körperlich ausgelaugt, was oft zu einem starken Drang nach einem Mittagsschlaf oder einem allgemeinen Vitalitätsverlust führt.
3. Konzentrationsstörungen
Der chronische Schlafmangel beeinträchtigt die kognitive Leistungsfähigkeit, was sich durch eine verringerte Aufmerksamkeitsspanne, Vergesslichkeit und eine verlangsamte Reaktionszeit im Alltag bemerkbar macht.
4. Körperliche Begleiterscheinungen und psychosomatische Folgen
Schlafmangel reduziert die emotionale Belastbarkeit, wodurch Betroffene schneller gereizt reagieren, dünnhäutiger sind oder verstärkt zu depressiven Verstimmungen und Ängsten neigen.
5. Leistungsabfall im Beruf und Alltag
Die Summe der Symptome führt oft dazu, dass tägliche Aufgaben schwerer fallen, die Fehlerquote bei der Arbeit steigt und soziale Aktivitäten aufgrund mangelnder Energie zunehmend gemieden werden.
Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Sollten die Symptome länger als vier Wochen anhalten oder sich sogar verschlimmern, ist dies ein klares Signal, dass das Erlebte nicht eigenständig verarbeitet werden kann und eine professionelle Unterstützung notwendig ist.
Warten Sie nicht, bis die Symptome Ihre Lebensqualität massiv einschränken oder gar zu Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung führen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung, tiefe Hoffnungslosigkeit oder den Tod sind akute Warnsignale und erfordern sofortige professionelle Hilfe(Notfall).
Diagnostik & Behandlung von Schlafstörungen in unserer Praxis
📋 Diagnostik
Erstgespräch und psychiatrische Schlafanamnese
Diagnostische Kriterien nach ICD-11
- Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen
- Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
🩺 Behandlung
individuelle Therapieplanung
Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien
Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie
Medikamentöse Behandlung bei Bedarf
Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen
Schlafhygiene
Stimulus-Kontrolle
Schlafrestriktion
💻 Telemedizinische Praxis
Schlafstörung Behandlung von zu Hause aus
Lange Wege zur Praxis, volle Wartezimmer und enge Termintaktung sind für Menschen mit Schlafstörungen oft eine zusätzliche Hürde.
Unsere telemedizinische Praxis ermöglicht Diagnostik und Behandlung durch Videosprechstunden – flexibel, ortsunabhängig und ohne Wartelisten
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Selbsthilfe bei Schlafstörungen
- Feste Schlafenszeiten und ruhige Abendrituale etablieren
- Umgang mit Grübeln und innerer Unruhe
- Schlafumgebung optimieren
- Bewegung und Tagesstruktur
- Stress aktiv reduzieren
- Alkohol, Koffein und Nikotin reduzieren
- Digitale Medien am Abend reduzieren
- Gesunde Ernährung und leichte Abendmahlzeiten
Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.
Professionelle Hilfe suchen
Der erste Schritt ist der mutigste. Wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Klarheit, Struktur und Lebensqualität — vertraulich, kompetent und einfühlsam.
FAQ: Häufige Fragen zu Schlafstörungen
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Schlafstörungen
Wie viele Stunden Schlaf braucht ein Erwachsener?
Die meisten Erwachsenen benötigen etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf pro Nacht, um körperlich und geistig leistungsfähig zu bleiben. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Dauer, sondern vor allem die Schlafqualität und ob Sie sich tagsüber erholt fühlen oder nicht.
Sind Schlafmittel sinnvoll?
Schlafmittel können in akuten Situationen kurzfristig helfen, sollten aber keine langfristige Lösung bei Schlafstörungen sein. Bei chronischen Schlafproblemen ist eine ursachenorientierte Behandlung wie die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (CBT-I) deutlich wirksamer und nachhaltiger.
Was hilft sofort bei akuten Schlafstörungen?
Bei akuten Schlafstörungen können kurzfristig einfache Maßnahmen helfen, wie eine ruhige Atmung, das Verlassen des Bettes bei langem Wachliegen oder eine entspannende Abendroutine. Auch der Verzicht auf Bildschirmlicht und Koffein am Abend kann das Einschlafen deutlich erleichtern, besonders bei stressbedingten Schlafproblemen.
Können Schlafstörungen von selbst wieder verschwinden?
Ja, akute Schlafstörungen verschwinden häufig wieder, wenn der auslösende Stress oder die Belastung nachlässt. Wenn Schlafprobleme jedoch länger bestehen oder sich chronifizieren, sollte eine gezielte Behandlung erfolgen, um langfristige Folgen wie Erschöpfung oder psychische Belastung zu vermeiden.