Psychosen
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit
Spezialisierte Hilfe bei Psychosen und deren Ursachen
Psychosen können das Denken, Fühlen und Wahrnehmen tiefgreifend beeinflussen und den Alltag erheblich belasten. Anhaltende innere Unruhe, Misstrauen, Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme sowie das Gefühl, den Bezug zur Realität zu verlieren, können zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen eine fundierte Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte, um die Ursachen psychotischer Symptome gezielt zu erkennen und Ihre Stabilität sowie Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Was ist eine Psychose?
Eine Psychose ist eine ernsthafte psychische Störung, bei der die Betroffenen vorübergehend den Bezug zur Realität verlieren und ihre Wahrnehmung, ihr Denken sowie ihr Erleben tiefgreifend verändert sind. In Deutschland erkrankt etwa ein Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis, wobei Mediziner zwischen primären Psychosen (z. B. Schizophrenie, schizoaffektive Störung) und sekundären Psychosen unterscheiden, die durch körperliche Ursachen wie Hirnerkrankungen, Drogenkonsum oder bestimmte Medikamente ausgelöst werden.
Folgen von Psychosen
Psychosen sollten ernst genommen werden, da sie mit folgenden Folgen verbunden sein können:
- Akuter Realitätsverlust
- Starke Einschränkungen im Alltag
- Soziale Isolation
- Kognitive Beeinträchtigungen
- Emotionale Instabilität
- Erhöhtes Rückfallrisiko
- Belastung für Angehörige
- Verdauungsproblemen
Frühwarnzeichen wie sozialer Rückzug, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und ungewöhnliche Wahrnehmungen sollten ernst genommen werden, denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung – meist eine Kombination aus Antipsychotika, Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung – verbessert die Prognose erheblich und ermöglicht vielen Betroffenen ein weitgehend normales Leben. Ausführliche medizinische Informationen und evidenzbasierte Leitlinien bieten die DGPPN und das BGM
Welche Formen von Psychosen gibt es?
1. Schizophrene Psychosen
Schizophrene Psychosen sind durch anhaltende Störungen der Wahrnehmung, des Denkens und der Realitätserfassung gekennzeichnet. Typisch sind Halluzinationen, Wahnvorstellungen und formale Denkstörungen.
2. Schizoaffektive Störungen
Bei schizoaffektiven Störungen treten psychotische Symptome gemeinsam mit affektiven Störungen wie Depression oder Manie auf. Beide Symptomgruppen können gleichzeitig oder abwechselnd vorkommen.
3. Bipolare Störung mit psychotischen Symptomen
In schweren manischen oder depressiven Episoden der bipolaren Störung können zusätzlich Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auftreten. Die psychotischen Symptome sind meist an die Stimmungslage gebunden.
4. Depression mit psychotischen Symptomen
Bei einer schweren Depression können zusätzlich psychotische Symptome wie Schuld- oder Verarmungswahn auftreten. Diese verstärken die depressive Symptomatik erheblich.
5. Akute vorübergehende psychotische Störung
Diese Form tritt plötzlich auf und dauert in der Regel nur kurze Zeit, oft als Reaktion auf starken Stress. Nach einer Behandlung kann sich der Zustand vollständig zurückbilden.
6. Organische Psychosen
Organische Psychosen entstehen als Folge körperlicher Erkrankungen wie neurologischen Störungen, Hirnverletzungen oder Stoffwechselproblemen. Die Behandlung richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Ursache.
7. Medikamenten- oder drogeninduzierte Psychosen
Diese Psychosen werden durch Substanzen wie Cannabis, Amphetamine oder bestimmte Medikamente ausgelöst. Die Symptome können während des Konsums oder nach Absetzen auftreten und sind teilweise reversibel.
Ursachen einer Psychose
Biologische Ursachen
- Genetische Faktoren
- Neurobiologische Veränderungen
Psychosoziale Belastungen
- Stress und Traumata
- Kritische Lebensereignisse
Substanzinduzierte Psychosen
- unkontrollierter Alkoholkonsum
- Cannabis und andere Drogen
Organische Ursachen
- Neurologische Erkrankungen
- Hormonelle Störungen
Symptome einer Psychose
1. Positivsymptome
- Halluzinationen
- Wahnvorstellungen
- Denkstörungen
2. Negativsymptome
- Antriebslosigkeit
- Sozialer Rückzug
- Gefühlsverflachung
3. Kognitive Symptome
- Konzentrationsstörungen
- Gedächtnisprobleme
4. Frühe Warnzeichen einer Psychose
- Schlafstörungen
- Misstrauen
- Leistungsabfall
- Veränderungen im Verhalten
Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Sollten die Symptome länger als vier Wochen anhalten oder sich sogar verschlimmern, ist dies ein klares Signal, dass das Erlebte nicht eigenständig verarbeitet werden kann und eine professionelle Unterstützung notwendig ist.
Warten Sie nicht, bis die Symptome Ihre Lebensqualität massiv einschränken oder gar zu Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung führen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung, tiefe Hoffnungslosigkeit oder den Tod sind akute Warnsignale und erfordern sofortige professionelle Hilfe(Notfall).
Diagnostik & Behandlung
bei stressbedingten Beschwerden in unserer Praxis
📋 Diagnostik
Ausführliches psychiatrisches Erstgespräch
Diagnostische Kriterien nach ICD-11
Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen
- Differenzialdiagnose
- Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
🩺 Behandlung
individuelle Therapieplanung
Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien
Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie
Ergotherapie
Medikamentöse Behandlung bei Bedarf
Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen
Individuelle Präventionsstrategien
- Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
💻 Telemedizinische Praxis
Behandlung von zu Hause aus
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Selbsthilfe bei Psychosen
- Ausreichend Schlaf
- Verzicht auf Alkohol und Drogen
- Stress bewältigen und Achtsamkeit üben
- Psychoedukation
- Soziale Unterstützung nutzen
- Stabile Tagesstruktur aufbauen
- Körperliche Gesundheit stärken
Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.
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FAQ: Häufige Fragen zu Psychosen
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Psychosen
Was ist der Unterschied zwischen Psychose und Schizophrenie?
Eine Psychose ist ein Symptomkomplex, bei dem die Wahrnehmung der Realität gestört ist (z. B. Halluzinationen oder Wahn). Schizophrenie hingegen ist eine chronische psychiatrische Erkrankung, bei der Psychosen wiederholt auftreten können. Das bedeutet: Jede Schizophrenie ist mit Psychosen verbunden, aber nicht jede Psychose ist eine Schizophrenie.
Kann Cannabis eine Psychose auslösen?
Ja, insbesondere bei hochdosiertem oder regelmäßigem Cannabiskonsum kann das Risiko für eine Psychose deutlich steigen. Besonders gefährdet sind junge Menschen und Personen mit genetischer Vorbelastung. In manchen Fällen kann Cannabis eine akute Psychose auslösen oder bereits bestehende psychische Erkrankungen verschlechtern.
Wie lange dauert eine Psychose?
Die Dauer einer Psychose ist sehr unterschiedlich und hängt von der Ursache und Behandlung ab. Akute Psychosen können Tage bis Wochen dauern, während unbehandelte oder chronische Verläufe deutlich länger anhalten können. Eine frühzeitige Therapie verbessert die Prognose erheblich und kann die Dauer deutlich verkürzen.
Können Betroffene wieder vollständig gesund werden?
Ja, viele Menschen erholen sich nach einer Psychose vollständig oder weitgehend. Besonders bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung ist eine gute Prognose möglich. Einige Betroffene benötigen jedoch langfristige Unterstützung, um Rückfälle zu vermeiden und Stabilität im Alltag zu halten.