Persönlichkeitsstörungen
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit
Spezialisierte Hilfe bei Persönlichkeitsstörungen und deren Ursachen
Persönlichkeitsstörungen beeinträchtigen weit mehr als nur das allgemeine Wohlbefinden. Anhaltende emotionale Instabilität, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, innere Spannungszustände sowie das Gefühl der Überforderung können langfristig zu erheblichen Leidensdruck, sozialen Einschränkungen und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen eine fundierte Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte, um die Ursachen Ihrer psychischen Belastung gezielt zu erkennen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Was sind Persönlichkeitsstörungen?
Persönlichkeitsstörungen sind psychische Erkrankungen, bei denen bestimmte Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster dauerhaft von der gesellschaftlichen Norm abweichen und zu erheblichen Problemen im Alltag führen. Diese Muster sind stabil über viele Jahre hinweg und zeigen sich in verschiedenen Lebensbereichen, wie Beziehungen, Arbeit und Selbstwahrnehmung. Betroffene erleben häufig Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen, emotionale Instabilität oder eine eingeschränkte Flexibilität im Verhalten.
In Deutschland sind laut Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) etwa 10 bis 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens betroffen
Leben mit Persönlichkeitsstörungen
Persönlichkeitsstörungen sollten ernst genommen werden, da sie mit folgenden Folgen verbunden sein können:
- Schwierigkeiten in Partnerschaft, Familie und Freundschaften
- Wiederkehrende Konflikte und instabile Beziehungen
- Probleme im Beruf oder in der Ausbildung
- Soziale Isolation und Rückzug
- Geringes Selbstwertgefühl und starke Selbstzweifel
- Emotionale Krisen und impulsives Verhalten
- Erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen
- Suchterkrankungen oder andere psychische Begleiterkrankungen
- Selbstverletzendes Verhalten oder suizidale Gedanken
- Deutlich eingeschränkte Lebensqualität
Wichtig zu wissen: Eine Persönlichkeitsstörung ist keine Charakterschwäche, sondern eine ernstzunehmende, gut behandelbare psychische Erkrankung. Mit einer frühzeitigen Diagnose und individuell abgestimmten Therapie lässt sich die Lebensqualität nachhaltig verbessern.
Arten von Persönlichkeitsstörungen
1. Cluster A – sonderbar/exzentrisch
- Paranoide Persönlichkeitsstörung
- Schizoide Persönlichkeitsstörung
- Schizotypische Persönlichkeitsstörung
2. Cluster B – dramatisch/emotional
- Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Narzisstische Persönlichkeitsstörung
- Antisoziale Persönlichkeitsstörung
- Histrionische Persönlichkeitsstörung
3. Cluster C – ängstlich/vermeidend
- Vermeidende Persönlichkeitsstörung
- Abhängige Persönlichkeitsstörung
- Zwanghafte Persönlichkeitsstörung (anankastisch)
Ursachen von Persönlichkeitsstörungen
Genetische und biologische Faktoren
- Familiäre Veranlagung und erhöhte genetische Anfälligkeit
- Unterschiede in Temperament, Impulskontrolle und emotionaler Reaktivität
Frühe Kindheit und Bindungserfahrungen
- Unsichere oder instabile Bindungen zu Bezugspersonen
- Emotionale Vernachlässigung oder mangelnde Unterstützung
Neurobiologische Erklärungsansätze
- Erhöhte Stressreaktivität des Nervensystems
- Beeinträchtigte Verarbeitung sozialer und emotionaler Reize
Traumatische Erlebnisse
- Körperliche, emotionale oder sexuelle Gewalt
- Verlust wichtiger Bezugspersonen in der Kindheit
Symptome von Persönlichkeitsstörungen
1. Emotionale Symptome
Betroffene erleben häufig starke Stimmungsschwankungen, intensive Gefühle und Schwierigkeiten bei der Regulation von Ärger, Angst oder Traurigkeit. Auch ein instabiles Selbstwertgefühl und ausgeprägte innere Anspannung sind typisch.
2. Zwischenmenschliche Schwierigkeiten
Persönlichkeitsstörungen führen oft zu Konflikten, Misstrauen oder einem starken Bedürfnis nach Nähe und gleichzeitigem Rückzug. Beziehungen können dadurch instabil und belastend werden.
3. Verhaltensmuster im Alltag
Typisch sind wiederkehrende und wenig flexible Denk- und Verhaltensweisen, die sich über viele Jahre hinweg zeigen. Dazu gehören beispielsweise impulsives Verhalten, Vermeidung oder ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis.
4. Auswirkungen auf Beruf und Beziehungen
Die Symptome können zu Problemen am Arbeitsplatz, in Partnerschaften und im sozialen Umfeld führen. Häufig leiden sowohl die Lebensqualität als auch die langfristige Stabilität von Beziehungen und beruflichen Situationen.
Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Sollten die Symptome länger als vier Wochen anhalten oder sich sogar verschlimmern, ist dies ein klares Signal, dass das Erlebte nicht eigenständig verarbeitet werden kann und eine professionelle Unterstützung notwendig ist.
Warten Sie nicht, bis die Symptome Ihre Lebensqualität massiv einschränken oder gar zu Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung führen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung, tiefe Hoffnungslosigkeit oder den Tod sind akute Warnsignale und erfordern sofortige professionelle Hilfe(Notfall).
Diagnostik & Behandlung
von Persönlichkeitsstörungen in unserer Praxis
📋 Diagnostik
Ausführliches psychiatrisches Erstgespräch
Diagnostische Kriterien nach ICD-11
Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen
- Differenzialdiagnose
- Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
🩺 Behandlung
individuelle Therapieplanung
Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien
Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie
Medikamentöse Behandlung bei Bedarf
Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen
Individuelle Präventionsstrategien
- Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
💻 Telemedizinische Praxis
Behandlung von zu Hause aus
Lange Wege zur Praxis, volle Wartezimmer und enge Termintaktung sind für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen oft eine zusätzliche Hürde.
Unsere telemedizinische Praxis ermöglicht Diagnostik und Behandlung durch Videosprechstunden – flexibel, ortsunabhängig und ohne Wartelisten
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Selbsthilfe bei Schlafstörungen
- Verständnis der eigenen Symptome entwickeln
- Emotionale Selbstregulation trainieren
- Struktur und Stabilität im Alltag aufbauen
- Gesunde Beziehungen bewusst gestalten
- Achtsamkeit und Entspannungstechniken einsetzen
Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.
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Der erste Schritt ist der mutigste. Wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Klarheit, Struktur und Lebensqualität — vertraulich, kompetent und einfühlsam.
FAQ: Häufige Fragen zu Persönlichkeitsstörungen
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Persönlichkeitsstörungen
Was ist der Unterschied zwischen Persönlichkeitsstörung und psychischer Erkrankung?
Eine Persönlichkeitsstörung gehört zur Gruppe der psychischen Erkrankungen, unterscheidet sich jedoch dadurch, dass sie tief verwurzelte und über viele Jahre stabile Verhaltens- und Erlebensmuster betrifft. Während andere psychische Störungen wie Depressionen oft episodisch verlaufen, sind Persönlichkeitsstörungen meist langfristig angelegt und beeinflussen mehrere Lebensbereiche gleichzeitig.
Welche Persönlichkeitsstörung ist die häufigste?
Zu den häufig diagnostizierten Persönlichkeitsstörungen zählt insbesondere die vermeidende Persönlichkeitsstörung sowie die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Welche Form am häufigsten vorkommt, hängt jedoch auch von der diagnostischen Situation und den jeweiligen Studien ab, da viele Betroffene nicht immer sofort professionelle Hilfe suchen.
Können Persönlichkeitsstörungen im Erwachsenenalter entstehen?
Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich in der Regel über viele Jahre hinweg und zeigen ihre ersten Anzeichen häufig bereits in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter. Voll ausgeprägte Störungen werden meist im Erwachsenenalter diagnostiziert, da sich die stabilen Verhaltensmuster erst über längere Zeit verfestigen.
Ist eine Persönlichkeitsstörung heilbar?
Keine Heilung im klassischen Sinne: Da Persönlichkeitsstörungen tief verwurzelte, überdauernde Muster des Denkens, Fühlens und Verhaltens sind, werden sie oft als chronisch betrachtet. Das bedeutet, sie verschwinden nicht einfach wie eine Infektion durch die Einnahme eines Medikaments.
Sehr gut therapierbar: Obwohl man nicht von einer „Heilung“ im medizinischen Sinne einer verschwundenen Krankheit sprechen mag, sind Persönlichkeitsstörungen sehr gut behandelbar. Durch Psychotherapie (z. B. Dialektisch-Behaviorale Therapie oder Schematherapie) lernen Betroffene, ihre dysfunktionalen Muster zu erkennen, neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ihre Emotionen besser zu regulieren.
Besserung mit dem Alter: Bei vielen Formen, insbesondere bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung, zeigt sich klinisch oft, dass die Intensität der Symptome mit zunehmendem Alter abnimmt. Viele Betroffene erreichen nach einer erfolgreichen Therapie oder durch die Reifung im Laufe des Lebens einen Zustand, in dem sie die Diagnosekriterien nicht mehr erfüllen und ein stabiles, erfülltes Leben führen.
Ziel der Behandlung: Das primäre Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit im Alltag zu stärken, zwischenmenschliche Beziehungen zu stabilisieren und den Leidensdruck so weit zu senken, dass die Störung im täglichen Leben kaum noch einschränkt.