Posttraumatische Belastungsstörung
(PTBS)
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit

Spezialisierte Hilfe bei komplexen Traumatisierungen & Belastungsfolgen

PTBS ist weit mehr als nur eine Erinnerung an ein schlimmes Erlebnis. Auch lange nach dem Ereignis prägen Flashbacks, tiefe psychische Wunden und massive emotionale Taubheit das Leben vieler Betroffener und ihrer Angehörigen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen eine spezialisierte Trauma-Diagnostik und maßgeschneiderte Therapiekonzepte an, um Ihre seelische Stabilität und Lebensqualität nachhaltig wiederherzustellen

Diagnostik und Behandlung von PTBS in Hannover und deutschlandweit - Ezgi Öztas Sevimli, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung?

Die PTBS ist eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem belastendes Ereignis (Trauma), das mit Todesgefahr, schweren Verletzungen oder einer Bedrohung der körperlichen Unversehrtheit einherging.

Nicht jedes schreckliche Ereignis führt zu einer chronischen Störung. Eine akute Belastungsreaktion ist eine normale Antwort auf eine abnormale Situation und klingt meist nach Tagen ab. Von einer PTBS sprechen wir erst, wenn die Symptome länger als vier Wochen anhalten und die Lebensqualität massiv einschränken.

Leben mit PTBS

Die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung verändert oft das gesamte Lebensgefüge. Doch das Leben mit PTBS muss nicht dauerhaft von Angst und Rückzug geprägt sein. Mit einer gezielten therapeutischen Begleitung und individuellen Selbsthilfestrategien können Betroffene lernen, ihre Trigger zu kontrollieren und wieder aktiv am sozialen Leben teilzunehmen.

Weiterführende wissenschaftliche Informationen zu den klinischen Leitlinien und aktuellen Behandlungsstandards finden Sie im offiziellen Gesundheitsportal des Bundesministeriums für Gesundheit.

PTBS-Typen

Entsteht in der Regel nach einem einzelnen traumatischen Ereignis.

tritt meist nach langanhaltenden oder wiederholten traumatischen Erfahrungen auf.

Häufige Ursachen von PTBS

Symptome von PTBS

Betroffene werden von belastenden Erinnerungen heimgesucht, die sie nicht kontrollieren können.

  • Flashbacks: Das plötzliche, lebhafte Wiedererleben des Traumas, bei dem Betroffene das Gefühl haben, das Ereignis würde gerade erneut geschehen.

  • Albträume: Wiederkehrende, beängstigende Träume mit direktem Bezug zum Trauma.

  • Aufdringliche Gedanken: Unfreiwillige, belastende Bilder oder Gefühle, die sich in den Alltag drängen.

Um das Wiedererleben zu verhindern, entwickeln Betroffene Strategien, um Trigger (Auslöser) zu umgehen.

  • Vermeidung von Reizen: Meiden von Orten, Personen, Tätigkeiten oder Gesprächen, die an das Ereignis erinnern.

  • Gedankenvermeidung: Bewusste Versuche, Erinnerungen, Gefühle oder Gedanken an das Trauma zu unterdrücken.

Das Erlebte beeinflusst die Sicht auf sich selbst und die Welt grundlegend.

  • Negative Grundannahmen: Übertrieben negative Überzeugungen über sich selbst („Ich bin wertlos“), andere oder die Welt („Die Welt ist ein lebensgefährlicher Ort“).

  • Gefühl der Entfremdung: Soziale Isolation oder das Gefühl, von anderen losgelöst zu sein.

  • Emotionale Taubheit: Die Unfähigkeit, Freude, Zufriedenheit oder Zuneigung zu empfinden.

  • Schuld und Scham: Vorwürfe an sich selbst oder andere bezüglich der Ursache oder der Folgen des Traumas.

Der Körper bleibt oft in einem Zustand permanenter Alarmbereitschaft.

  • Hypervigilanz: Eine übermäßige Wachsamkeit und das ständige Scannen der Umgebung auf Gefahren.

  • Schreckhaftigkeit: Eine verstärkte Schreckreaktion bei plötzlichen Geräuschen oder Berührungen.

  • Reizbarkeit: Plötzliche Wutausbrüche oder eine niedrige Frustrationstoleranz.

  • Konzentrations- und Schlafstörungen: Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen sowie Probleme, sich im Alltag zu fokussieren.

Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?

Diagnostik & Behandlung
von PTBS in unserer Praxis

Ein sonniger Waldweg mit einem Wegweiser „Genesungsweg“ als Symbol für die Therapie von PTBS in Hannover.
  • Ausführliches psychiatrisches Erstgespräch

  • Diagnostische Kriterien nach ICD-11

  • Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen

  • Differenzialdiagnose 
  • Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
  • individuelle Therapieplanung

  • Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien

  • Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie

  • Medikamentöse Behandlung bei Bedarf

  • Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen

  • Kombinationstherapien

  • Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung

Behandlung von zu Hause aus

Lange Wege zur Praxis, volle Wartezimmer und enge Termintaktung sind für Menschen mit PTBS oft eine zusätzliche Hürde.

Unsere telemedizinische Praxis ermöglicht Diagnostik und Behandlung durch Videosprechstunden – flexibel, ortsunabhängig und ohne Wartelisten

🎥 Mehr über die Videosprechstunde erfahren

Sicher · Diskret · Von überall erreichbar

Selbsthilfe bei PTBS

Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.

Professionelle Hilfe suchen

Der erste Schritt ist der mutigste. Wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Klarheit, Struktur und Lebensqualität — vertraulich, kompetent und einfühlsam.

FAQ: Häufige Fragen zur PTBS

Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Posttraumatischen Belastungsstörung

Ja, viele Patienten erreichen durch eine fachgerechte Therapie eine vollständige Symptomfreiheit oder eine deutliche Linderung, die ein normales Leben wieder möglich macht.

Ja, man spricht von einer verzögerten Onset-PTBS. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Symptome erst Monate oder gar Jahre nach dem eigentlichen Ereignis durch einen neuen Auslöser (Trigger) hervorbrechen.

Nein, eine klinisch manifeste PTBS verschwindet in der Regel nicht von selbst. Ohne professionelle Behandlung besteht ein hohes Risiko für eine Chronifizierung.

Eine Komplexe PTBS entwickelt sich meist durch langanhaltende, wiederholte traumatische Erfahrungen, wie etwa jahrelange Vernachlässigung oder Gewalt in der Kindheit. Im Gegensatz zur klassischen PTBS treten hier zusätzlich Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation, ein negatives Selbstbild sowie anhaltende Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen auf. Da die Wurzeln oft tief liegen, erfordert die K-PTBS eine besonders einfühlsame und spezialisierte therapeutische Begleitung, die über die Standardbehandlung einzelner Schocktraumata hinausgeht.