Depression
Diagnostik & Behandlung
in Hannover & Deutschlandweit
Spezialisierte Hilfe bei depressiven Störungen und deren Ursachen
Eine Depression beeinträchtigt weit mehr als nur den Alltag. Anhaltende Niedergeschlagenheit, innere Leere, Erschöpfung sowie das Gefühl von Hoffnungslosigkeit können langfristig zu starkem Leidensdruck, Konzentrationsproblemen und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen. In unserer Facharztpraxis bieten wir Ihnen eine fundierte Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte, um die Ursachen Ihrer Depression gezielt zu erkennen und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Was ist eine Depression?
Depression ist eine psychische Erkrankung, die durch anhaltende gedrückte Stimmung, Interessenverlust und einen verminderten Antrieb gekennzeichnet ist. Klinisch zählt sie zu den affektiven Störungen und kann in unterschiedlicher Schwere auftreten.
Laut WHO leiden weltweit über 280 Millionen Menschen an einer Depression. In Deutschland ist sie eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt — und gleichzeitig eine der am besten behandelbaren.
Unterschied zwischen vorübergehender Traurigkeit und Depression
Normale Traurigkeit ist eine zeitlich begrenzte emotionale Reaktion auf belastende Ereignisse.
Eine Depression hingegen hält über einen längeren Zeitraum an (meist mindestens zwei Wochen), ist intensiver ausgeprägt und beeinträchtigt das tägliche Leben deutlich.
Der Unterschied zwischen Burnout und Depression
Dies ist eine der wichtigsten Fragen: Während ein Burnout oft kontextbezogen (meist beruflich) beginnt, umfasst eine Depression alle Lebensbereiche. Ein Burnout kann jedoch unbehandelt fließend in eine klinische Depression übergehen.
💡 Lese-Tipp: Erfahren Sie mehr über die feinen Unterschiede: Burnout oder Depression – Wo liegt der Unterschied?
Leben mit Depression
Depression sollte ernst genommen werden, da sie mit folgenden Folgen verbunden sein kann:
- Körperliche Beschwerden
- Gedächtnisprobleme
- Konzentrationsprobleme
- Schlafstörungen
- Suizidgedanken in schweren Fällen
Formen der Depression
1. Major Depression (unipolare Depression)
Die Major Depression ist die häufigste und klinisch bedeutsamste Form der Depression. Sie ist durch anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust und starken Antriebsmangel gekennzeichnet und führt häufig zu deutlichen Einschränkungen im Alltag.
2. Dysthymie (anhaltende depressive Störung)
Die Dysthymie ist eine chronische Form der Depression mit langanhaltend leichter bis mittelgradiger depressiver Stimmung. Betroffene können über Jahre hinweg Symptome wie Erschöpfung, Antriebslosigkeit und vermindertes Wohlbefinden erleben.
3. Saisonale Depression (SAD)
Die saisonale Depression tritt meist in den Herbst- und Wintermonaten auf und steht im Zusammenhang mit Lichtmangel. Typische Symptome sind Müdigkeit, gedrückte Stimmung und erhöhter Schlafbedarf, die sich in der helleren Jahreszeit oft verbessern.
Häufige Ursachen für Depression
Biologische Faktoren
- Genetische Veranlagung
- Neurotransmitter-Ungleichgewicht
- Hormonelle Veränderungen
Psychologische Faktoren
- Geringes Selbstwertgefühl
- Negative Denkmuster
- Traumatische Erfahrungen
Soziale
Faktoren
- Soziale Isolation
- Belastende Lebensereignisse
- Dauerhafter Stress im Alltag
Symptome einer Depression
1. Emotionale Symptome
- Anhaltende gedrückte Stimmung
- Interessen- und Freudverlust
- Hoffnungslosigkeit
2. Kognitive Symptome
- Konzentrationsprobleme
- Negative Gedanken und Grübeln
- Entscheidungsschwierigkeiten
3. Körperliche Symptome
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Schlafstörungen
- Appetitveränderungen
Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?
Sollten die Symptome länger als vier Wochen anhalten oder sich sogar verschlimmern, ist dies ein klares Signal, dass das Erlebte nicht eigenständig verarbeitet werden kann und eine professionelle Unterstützung notwendig ist.
Warten Sie nicht, bis die Symptome Ihre Lebensqualität massiv einschränken oder gar zu Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung führen.
Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können Rückfälle reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig steigern.
Gedanken an Selbstverletzung/Fremdverletzung, tiefe Hoffnungslosigkeit oder den Tod sind akute Warnsignale und erfordern sofortige professionelle Hilfe(Notfall).
Diagnostik & Behandlung
einer Depression in unserer Praxis
📋 Diagnostik
Ausführliches psychiatrisches Erstgespräch
Diagnostische Kriterien nach ICD-11
Ausschluss anderer psychischer und körperlicher Erkrankungen
- Differenzialdiagnose
- Psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik
🩺 Behandlung
individuelle Therapieplanung
Evidenzbasierte Behandlung nach aktuellen Leitlinien
Tiefenpsychologisch fundierte psychotherapie
Medikamentöse Behandlung bei Bedarf
Behandlung zugrunde liegender psychischer Erkrankungen
Kombinationstherapien
- Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung
💻 Telemedizinische Praxis
Behandlung von zu Hause aus
Lange Wege zur Praxis, volle Wartezimmer und enge Termintaktung sind für Menschen mit Depressionen oft eine zusätzliche Hürde.
Unsere telemedizinische Praxis ermöglicht Diagnostik und Behandlung durch Videosprechstunden – flexibel, ortsunabhängig und ohne Wartelisten
🎥 Mehr über die Videosprechstunde erfahren
Sicher · Diskret · Von überall erreichbar
Selbsthilfe bei Depressionen
- Regelmäßige Bewegung (z. B. Spazierengehen)
- Tägliche Frischluftphasen
- Kleine, realistische Ziele setzen
- Kontakt zu Familie und Freunden halten
- Rückzug vermeiden
- Ausreichend Schlaf
- Überforderung vermeiden
- Entspannungsübungen
Diese Selbsthilfestrategien ersetzen keine fachärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern verstehen sich als ergänzende Unterstützung im Alltag. In Kombination mit einer professionellen Behandlung können sie dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern und das persönliche Wohlbefinden langfristig zu unterstützen.
Professionelle Hilfe suchen
Der erste Schritt ist der mutigste. Wir begleiten Sie auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Klarheit, Struktur und Lebensqualität — vertraulich, kompetent und einfühlsam.
FAQ: Häufige Fragen zu Depressionen
Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Depressionen
Woran erkenne ich, ob ich an einer Depression leide oder nur eine Phase der Traurigkeit durchlebe?
Eine Depression unterscheidet sich von einer vorübergehenden traurigen Verstimmung vor allem durch die Intensität, Dauer und die damit verbundene Funktionsbeeinträchtigung im Alltag. Während Trauer meist ein nachvollziehbarer Reaktion auf ein Ereignis ist, äußert sich eine klinische Depression oft durch ein anhaltendes Gefühl der Freudlosigkeit, eine tiefgreifende Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen, wobei die Symptome unabhängig von äußeren Umständen bestehen bleiben und eine professionelle Diagnostik durch einen Facharzt für Psychiatrie oder Psychotherapeuten erfordern.
Ist Depression heilbar?
Depressionen sind in vielen Fällen gut behandelbar und können vollständig abklingen, insbesondere wenn sie frühzeitig erkannt und professionell behandelt werden. Durch eine Kombination aus Psychotherapie, gegebenenfalls medikamentöser Behandlung und unterstützenden Maßnahmen lassen sich die Symptome deutlich reduzieren oder ganz beseitigen. Wichtig ist, dass die Behandlung individuell angepasst wird, da der Verlauf und die Schwere der Depression von Person zu Person unterschiedlich sind.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Die Dauer einer Depressionsbehandlung hängt vom Schweregrad der Erkrankung und der individuellen Situation ab. Leichte bis mittelgradige Depressionen können sich oft innerhalb von einigen Wochen bis Monaten deutlich verbessern, während schwerere oder chronische Verläufe eine längere Behandlung über mehrere Monate bis Jahre erfordern können. Entscheidend ist eine kontinuierliche therapeutische Begleitung, um Rückfälle zu vermeiden und eine stabile Verbesserung zu erreichen.
Kann ich auch ohne ärztliche Überweisung in Ihre Praxis kommen?
Ja, Sie können sich grundsätzlich auch ohne vorherige Überweisung durch Ihren Hausarzt an unsere Praxis für Psychiatrie und Psychotherapie wenden, insbesondere wenn Sie eine psychiatrische Fachabklärung oder eine psychotherapeutische Erstdiagnostik benötigen. Wir empfehlen jedoch, für eine umfassende medizinische Anamnese alle vorliegenden ärztlichen Befunde oder relevante medizinische Unterlagen zum Erstgespräch mitzubringen, da diese uns helfen, ein vollständiges Bild Ihres Gesundheitszustands zu erhalten und gegebenenfalls organische Ursachen für Ihre Symptome schneller auszuschließen oder in die Behandlung einzubeziehen.